Das Geheimnis des Feme-Richters

Die nächste Generation:

„Das Geheimnis des Feme-Richters“
Von Uwe Schumacher

Im Spätmittelalter übernimmt die Hanse eine entscheidende Rolle im politischen Geschehen Mittel- und Nordeuropas. Ihre Kontore sind sowohl in den großen norddeutschen Städten an Nord- und Ostsee sowie in Köln, Brügge, London und Bergen wie auch in Visby auf Gotland und in Nowgorod zu finden. Die mächtige Vereinigung ihrer Kaufleute nimmt sogar Einfluss auf die Regelung der Thronfolge in Dänemark, Schweden und Norwegen. Allerdings machen der Hanse gegen Ende des 14. Jahrhunderts die sogenannten „Vitalienbrüder“ schwer zu schaffen. Diese sind grausame Piraten, die unter anderem von Männern wie Klaus Störtebeker und Godeke Michels angeführt werden. Aber auch im übrigen Deutschland wird das Recht von vielen Fürsten mit Füßen getreten. Dagegen regt sich eine Bewegung, die von Westfalen ausgeht und nach urgermanischem Vorbild heimliche Gerichte etabliert, die sogenannte „Feme“, deren Bluturteile von eigens ernannten „Freigrafen“ gesprochen werden. Einer jener Richter ist Jan Hackenberg aus Hagen, den ein dunkles Geheimnis umgibt.
In der Gegenwart wird die fast 13-jährige Nien Tse Hoppe-Leng, die Tochter unserer Protagonistin Pui Tien, auf ziemlich drastische Weise mit dem Schicksal dieses bereits vor rund 600 Jahren gestorbenen Hagener Richters konfrontiert und muss zudem versuchen, sowohl ihren entführten Zwillingsbruder als auch ihre kleine Schwester zu befreien. Doch selbst diese schon kaum lösbare Aufgabe ist für das pubertierende Mädchen nur der Auftakt zu einem fantastischen Abenteuer, das der übersinnlich begabten blutjungen Chinesin alles abverlangt, woran sie bisher geglaubt hat…

Dieses Buch ist im Februar 2018 erschienen